Kinderschminken für jede gruselige Gelegenheit

Two scary little green witches for Halloween

Was ich mit dem Thema Kinderschminken zu tun  habe, fragt ihr euch! Ihr kennt ja meine Meinung zu Kindern – wenn es sich vermeiden lässt, dann begegne ich ihnen lieber nicht. Man könnte sagen, ich mache einen großen Bogen um die kleinen Racker. Und jetzt kommt mir nicht mit dem Argument, ich sei selbst mal ein Kind gewesen. Ich war niemals rosa, plüschig oder – igitt – niedlich! Sondern immer schon kratzbürstig, blutrünstig und vor allem gefährlich.

Das fing im Kindergarten an und ging in der Schule natürlich weiter – wo ich super war, waren die anderen einfach nur langweilig. Ich hatte Rattenrippchen in meiner Brotbox, sie hatten Toastbrot. Ich schlief unter Omas Kessel, sie in angerauter Biberbettwäsche. Das sagt alles, oder?

Meine Abneigung gegen die pupsenden und weinerlichen Minimenschen konnte mich jedoch nicht davon abhalten, bei den Nachbarskindern als Babysitter zu jobben. Ich dachte mir, das sei ein besonders leichter Job und zudem könne ich so meine Umwelt etwas formen. Tatsächlich ist mir das bei einigen Exemplaren recht gut gelungen, die in meine magischen Fußstapfen traten und mit mir – heimlich – in schaurigen Vollmondnächten geheime Rituale zelebrierten. Die Familien der anderen Kinder sind weggezogen – doch das hat hier niemanden gestört.

Kinderschminken ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung

Irgendwie muss man so einen Nachmittag ja rumbekommen, während man auf die Heimkehr der zahlungswilligen Babysitterkindereltern warte, also habe ich mir ein Beispiel an meiner Make-up süchtigen Mom genommen und die Kurzen geschminkt. Das fanden sie immer total klasse, vor allem besser als Hausaufgaben machen. Für die Erledigung der lästigen Aufgaben haben wir einfach zwei, drei intellektuelle Gespenster eingespannt – welche von der Sorte, die früher in einer Bibliothek oder bei den alten Philosophen spukten. Oder auch ein berühmter Philosoph gewesen waren – mein Paps hat eine illustre Sammlung!

Beim Kinderschminken kommt jedenfalls immer Spaß auf, denn Kinder lieben es, in andere Rollen zu schlüpfen. Und ich habe den Kleinen schon beigebracht, welche Rollen sie da bevorzugen sollten – Prinzessinnen sind sowas von tabu!

Nur lange Zähne zu haben, ist nicht gruselig…

…sagt Oma immer, aber habt ihr schon mal das Gesicht einer Vorstadtmama gesehen, die von ihrem Kleinkind mit Vampirzähnen angegrinst wird? Da braucht ihr Ohrenstöpsel, das könnt ihr mir glauben! Ich bin jedoch dazu übergegangen, auf die Installation echter spitzer Zähne zu verzichten und habe den Möchtegern-Beißern lieber ein Vampirgebiss in den Mund gesteckt. Und natürlich gehört auch eine ordentliche Portion Schminke zu einem waschechten Mamaschreck:  Eingefallene Wangen, blutige Wunden, magisch böse Blicke oder modrig grünes Aussehen sind mit ein wenig Kreativität gut zu schminken. So kann auch aus dem lustigsten Clown ein nach Süßigkeiten lechzender Unhold werden.

Kleine Tipps fürs Kinderschminken

Bevor ich auf Schminke zurückgegriffen habe, um meinen Kleinen ein vernünftiges Aussehen zu bescheren, habe ich immer echte Utensilien verwendet. Richtiger Moder, mit Tinte gefütterte Spinnen, die ein Netz auf dem Gesicht spinnen, das Blut von zur Ader gelassenen schwarzen Katzen…doch es gab manchmal unschöne allergische Reaktionen, und dann musste ich mein sauer verdientes Geld in dermatologische Produkte investieren.

Heute mache ich es so: Vor dem Schminken mit Farben wird die Haut eingecremt, um das spätere Abwaschen zu erleichtern. Oder ich verwende gleich Aqua Make-up, welches auf Wasserbasis hergestellt ist. Es hält lange genug für die Kostümparty, lässt sich später aber leicht mit Wasser entfernen.

Konturen und Schatten male ich mithilfe von schwarzen Schminkstiften. Konturen zeichne ich scharf, die Schattierungen verwische ich von der dunklen in die helle Farbe. Ich liebe die große Auswahl bei der Theaterschminke, und der neueste Clou bei uns sind Schminkfarben, die auf Schwarzlicht reagieren. Das macht die Kurzen noch viel gruseliger!

Ihr seht,  unter bestimmten Bedingungen bin ich bereit, meine Antipathie zu überwinden. Manche der kleinen Hexen und Vampire mochte ich sogar irgendwann – und das war das Allergruseligste an der ganzen Sache.

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