Wolverine – Megastar der X Men

Wow, Wolverine! Mit dem ersten X-Men-Film kannten die Kinogänger die wichtigsten Mutanten noch fast alle. Aber bereits in diesem war Wolverine eine Hauptfigur. Mit den X-Men-Film-Ablegern über den Mann mit den Adamantium-Krallen wurde er zum Top-Star der X-Men. Ob es die Figur selbst oder die Verkörperung durch Hugh Jackman ist, lässt sicher Raum für Diskussionen. Ohne die charismatische Darstellung, für die der Schauspieler seinen Körper mit einem harten Training vorbereitete, wäre Wolverine sicher weniger überzeugend. Wer übrigens meint, der Name Wolverine ginge auf ein Wolfswesen zurück, der irrt. Wolverine ist die englische Bezeichnung für das Vielfraß. Dieses Raubtier gehört zur Marderfamilie und wird als Männchen rund 1 Meter lang. Wegen seiner Schnelligkeit, Stärke und hohen Aggressivität ist er in der Lage, sich mit Großkatzen oder Grizzleys anzulegen. Dieses Wesen wird durch Hugh Jackman sehr gut umgesetzt.

Wolverine
Mit dem Wolverine Kostüm ist man der Hingucker auf jeder Superhelden-Mottoparty!

Wolverine ist cool – aber möchte man mit ihm tauschen?

Extrem kurze Regenerationsdauer bei Verletzungen, scheinbar ewig jung sowie unbändige Kraft und Schnelligkeit ließen sich wohl viele Menschen und Kinder gefallen. Als Sahnehäubchen ein paar schmucke Waffen, die sich nicht abnutzen und immer zur Verfügung stehen, das wär schon was. Aber wie sieht die Kehrseite dieser Medaille aus, wollte man Wolverine sein?

Vor allen Dingen ist es einsam, schmerzhaft und für den Normalmenschen äußerst deprimierend. Die Beziehungen, die dieser Mutant hatte, enden meist unschön, teils tödlich. Sein einziger Sohn Daken tritt erst in sein Leben, als er von einem Feind Wolverines auf die böse Seite gezogen wurde und durch Lügen Hass auf seinen Vater entwickelt hat. Die einzige Frau, die ihm gleich ist, X-23, steht ebenfalls auf der falschen Seite. Trotz der Regenerationsfähigkeit empfindet Wolverine Schmerzen. Und die dürften angesichts seiner Kämpfe das menschlich ertragbare Maß weit übersteigen.

All das zusammengenommen dürfte ausreichen, um einen Menschen für längere Zeit an die Couch eines Psychotherapeuten zu binden. Jegliches Glück, wie man es sich als Mensch ausmalt, scheint dem Superhelden versagt zu bleiben. Stattdessen immer nur Misstrauen, Hass, Gewalt und der Verlust von Freunden und geliebter Frauen. Da reicht es wahrscheinlich doch, wenn man sich zu Fasching ins Wolverine-Kostüm wirft und ansonsten sein friedliches, mutationsfreies Leben genießt.

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